Das Vorbild Stand 08.04.2009

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Das Vorbild, der Bahnhof Winnenden

Die Anlage baue ich frei nach dem Vorbild des Bahnhofs Winnenden. Dieser liegt an der Bahnstrecke  (Stuttgart -) Waiblingen - Backnang (- Nürnberg). Der Abschnitt von Waiblingen bis Hessental ist auch unter dem Namen Murrbahn bekannt. Seine Streckenlänge beträgt 67,86 km. Zur Murrbahn gehören auch die beiden Bahnlinien von Beihingen nach Ludwigsburg (5,13 km) und von Bietigheim über Beihingen nach Backnang (25,72 km). Bei letzterer ist der Abschnitt Bietigheim - Beihingen aber nach Zerstörungen im Jahre 1945 nicht mehr in Betrieb genommen worden.

Der Abschnitt Waiblingen - Backnang wurde am 26. Oktober 1876 eröffnet und war damals noch einspurig. Der größte Kunstbau ist die Remsbrücke bei Waiblingen-Neustadt. Die Abbildung von einer Belastungsprobe der Brücke hat es 1930 sogar als Kalenderblatt in den legendären Reichsbahn-Kalender geschafft (Blatt für den 8. bis 10. September 1930).

Zwei Höhepunkte des Bahnverkehrs auf dieser Strecke dürften unbestritten die ab 15. Mai 1936 (vorbei)fahrenden Fliegenden Züge und ab 1939 der Einsatz von stromlinienverkleideten Dampfloks der Baureihe 03.10 vor den Schnellzügen der Relation Stuttgart-Nürnberg sein.

Am 26. Oktober 1965 wurde der zweigleisige Ausbau und die gleichzeitige Elektrifizierung der Strecke von Waiblingen bis Backnang gefeiert. Da der Fahrdraht in Richtung Nürnberg aber erst ab Juni 1996 durchgängig war, mussten bis dahin die Fernzüge mit Dampfloks und später Dieselloks bespannt werden. Somit war der elektrische Betrieb bis dahin nur den Nahverkehrszügen und der S-Bahn vorbehalten.

Heute halten hier in Winnenden die S-Bahnen der Linie S3 sowie die Regionalexpresszüge Stuttgart - Nürnberg. Für Ortskundige und auch Unkundige folgen ein paar Bilder und Beschreibungen vom Winnender Bahnhof (Stand 7. Juni 2006). Es gibt aber auch noch einige offene Fragen zum früheren Zustand. Wer kann helfen?


Das Bahnhofsgebäude Winnenden von der Straßenseite aus gesehen. Im Modell werde ich es durch den Bahnhof Bad Nauheim der Firma Kibri ersetzen, der stilistisch sehr ähnlich ist. Dass dieser Bahnhof im Modell größer ist, weil er links und rechts Anbauten besitzt, stört mich nicht - ganz im Gegenteil: Hier spiegelt sich mein Wunschdenken wieder: "Wie sähe der Bahnhof heute aus, wenn der Bahnverkehr seit den 50er-Jahren nicht zurückgegangen wäre, sondern sich weiterentwickelt hätte". Na ja, Träume sind ja erlaubt!

 

Hier die Bahnsteigseite das Winnender Bahnhofs mit Gleis 1 und dem Dach des Mittelbahnsteigs (dieser verdeckt das Gleis2), aufgenommen von der neuen Fußgängerbrücke aus. Auch der Bahnhof Bad Nauheim hat auf der Bahnsteigseite die gleiche Überdachung. Rechts oben die Ausfahrt Richtung Schwaikheim / Waiblingen / Stuttgart.

Die auf dem Anlagenplan linke Brücke führt über die L1847. Die Bahnstrecke ist die in Richtung Backnang. Dieses Bild ist aus Richtung Winnenden kommend aufgenommen. Auf dem Anlagenplan geht's nach oben in Richtung Winnenden (Leutenbacher Straße), nach unten geht's nach Leutenbach (Winnender Straße).

 

Die auf dem Anlagenplan rechte Brücke führt über die Schwaikheimer Straße. Die Bahnstrecke führt in Richtung Waiblingen. Der Fotostandpunkt befindet sich auf der Seite des Bahnhofsgebäudes, also ebenfalls aus Richtung Winnenden kommend.

Das Gebäude, das auf dem Anlagenplan ein rotes Dach besitzt, soll der alte Güterschuppen sein. Dieser wurde renoviert und wird jetzt als Feuerwehrmuseum genutzt. Das Ladegleis vor dem Schuppen existiert noch, ist aber nicht mehr zugänglich, da dort heute ein Fußweg auf dem Höhenniveau des Hochbahnsteigs verläuft, wie auf der oberen Abbildung zu sehen ist. Das Gleis wurde beim Bau einfach zugeschüttet.

 

Die beiden Freiladegleise, im Anlagenplan oben zu finden, sind abgebaut. Früher wurden hier die u.a. Kohle- und Ölwagen entladen. Heute befindet sich hier der P+R-Parkplatz.

Das Gleis vor dem Schuppen links unten im Anlagenplan ist die Trafoverladung. Auch wenn das Bild von der "herausgesägten" Weiche (siehe Bild rechts oben) vermuten lassen würde, dass es sich um ein nicht mehr benutztes Gleis handelt, der irrt (so auch ich): Wie ich Ende März 2009 von Herrn Jöstingmeier und Herrn Zander fast zeitgleich erfahren habe, nennt man sowas eine Zigeunerweiche oder Schlafende Weiche. Da ein Großtransformator nach Plan nur ca. alle 25 Jahre oder im seltenen Fall eines auftretenden Schadensfalles auszuwechseln ist, würde in der Zwischenzeit eine vollständige Weiche mit den beweglichen Teilen viel Kosten und Verschleiß verursachen, aber keinen Gegennutzen in dieser Zeit haben, da ja kein Verkehr auf dem Abzweig stattfindet. So ist in der Regel alle 6 Monate eine Vermessung (Weichenprüfung) vorgeschrieben, denn die Stöße beim Befahren des Herzstückes tun im Grunde dem Gleiskörper und den Fahrzeugen nicht gut. Und die Fahrbahn (die Schienen) wird ja nur in der einen Weichenrichtung befahren, also die Weiche nur einseitig abgenutzt. 

Um all dies zu vermeiden, wurde die Zigeunerweiche eingeführt: Die Schwellen sind vollständig ausgeführt, nur sind kein Herzstück, keine Radlenker und keine Weichenzungen nebst Backenschienen und Stellvorrichtung und Verschluss ausgeführt. Die Schienen sind im befahrenen Gleisstrang durchgehend eingebaut und verschweißt. Sollte dann einmal der Fall eintreten, das der andere Abzweig der "Weiche" befahren werden muss, werden die Schienen in den entsprechenden Abschnitten durchtrennt, die Befestigung gelöst und die Schienen auf die Aufnahmen im abzweigenden Strang umgesetzt, verschraubt und verlascht. Wenn dann die Verladung vorbei ist erfolgt der Vorgang andersherum und letztlich ist der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt. Alles in allem die billigste und am wenigsten bürokratie-aufwändige Form für solche Nutzungen.

Das Industriegleis, das sich im Anlagenplan rechts unten befindet, führt zur Firma Ernteband. Die drei Weichen auf Gleis 3 und 4 dorthin sowie das Schutzgleis rechts sind Ende 2005 abgebaut worden, die Gleis selber aber liegen noch (siehe Bild rechts). Doch 2008 sind auch diese Gleise abgebaut worden, und an dieser Stelle befindet sich der modernisierte Parkplatz der beiden benachbarten Edeka- und Deichmann-Läden. 

 

Zum Schluss ein Bild von der ehemaligen Freiladerampe. Diese befindet sich im Anlagenplan oberhalb der linken Abstellgruppe. Viele Jahre war hier ein Baustoffhandel ansässig, jetzt hat die Firma Kärcher hier einen Mitarbeiterparkplatz errichtet. Die Gleisanlagen befinden sich links hinter der Leitplanke.

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